Hinweis Nur noch wenige Tage bis wir uns am Sonntag den 21.07. in die Sommerpause verabschieden.

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Robuste Pflanzen
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Cephalotus follicularis - Typical
Cephalotus follicularis ist eine sehr faszinierende fleischfressende Pflanze die ursprünglich aus Süd-West Australien stammt. C. follicularis bildet kleine Krüge aus, ähnlich den Kannenpflanzen, mit denen er kleine Insekten fängt. Diese werden über die Flügelleisten am Krug direkt zum Schlund hochgeführt. Bei diesem Zwergkrug werden die Krüge ca. 4 cm groß und färben sich schön rot aus. Besonders im Winter bei kühlen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung zeigt diese Karnivore die schönste Ausfärbung. Da Cephalotus zwei verschiedene Blattformen besitzt, werden zeitweise auch normale Laubblätter ausgebildet. Diese lassen sich auch sehr gut als Blattstecklinge verwenden. Von Sommer bis Herbst kann Cephalotus follicularis auch im Freien kultiviert werden. Am besten im Halbschatten. Vor dem ersten Frost sollte er dann aber in sein Winterquartier umziehen, in welchem die Pflanze kühle Temperaturen bis ca. 12° Grad bevorzugt.

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Cephalotus follicularis - Dr. Eberhard König
Ein sehr wüchsiger Cephalotus Klon aus der Sammlung von dem Züchter Dr. Eberhard König, ein deutsches Karnivoren Urgestein. In seinem hauseigenen Labor bei Überlingen am Bodensee hat Dr. König immer sehr viele Experimente gemacht, vor allem mit fleischfressenden Pflanzen, dabei sind zum einen interessante Pflanzen entstanden, wie zum Beispiel die Dionaea `Trichterfalle´, zum anderen hat er aber auch spezielle Karnivoren selektiert, so wie diesen Cephalotus follicularis. Die als Fangblatt dienenden Krüge werden bei dieser Pflanze über 5cm groß und färben sich bei optimalen Lichtverhältnissen tief rot aus. Der Zahnrand erscheint besonders kräftig und bildet mit seiner sehr dunklen Ausfärbung einen schönen Kontrast zum restlichen Krug.

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Cephalotus follicularis - ex Peter Harbarth
Peter Harbarth hatte diesen Klon 1985 auf der Jahreshauptversammlung der GFP in Mannheim bei Dr. Eberhard König erworben. Die Krüge sind eher grünlich mit einem dunklen, sehr filigran wirkendem Peristom. 

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Cephalotus follicularis - Wilhelma
Ein alter Klon aus der Wilhelma, dem zoologisch-botanischem Garten in Stuttgart, der hier schon seit den 1980er Jahren kultiviert wird und vermutlich lange darüber hinaus. Hierbei handelt es sich zwar nicht direkt um einen Giant Klon, aber die Pflanze nimmt durchaus große Ausmaße an, so werden die Krüge und ebenso die Laubblätter bis zu 6cm groß. Die Ausfärbung ist bei diesem Zwergkrug nicht ganz so intensiv, dafür hat er aber einen historischen Wert und sollte in keiner Cephalotus Sammlung fehlen.

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Cephalotus follicularis - Oliver Gluch
Dieser Zwergkrug wurde von uns auf dem Frühjahrstreffen der Gesellschaft für fleischfressende Pflanzen im botanischen Garten in Bonn, in 2011, von dem deutschen Karnivoren Züchter Oliver Gluch erworben. Es handelt sich um eine eher langsam wachsende Pflanze mit über 4cm großen Krügen, dafür beeindruckt dieser Cephalotus aber umso mehr mit seiner tief roten, schon eher schwarzen Farbe die besonders im Winter bei tiefen Temperaturen angenommen wird.

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Cephalotus follicularis - Adrian Slack
Dieser Zwergkrug stammt ursprünglich aus der Gärtnerei von Adrian Slack, einem Urgestein der Karnivoren Szene. Seine Gärtnerei befand sich im Westen Englands nahe der Grenze zu Wales und war besonders in den 80er Jahren DIE Anlaufstelle für Karnivoren. Bei dieser Pflanze braucht man etwas Geduld, da sie sehr langsam wächst, entzückt einen dann aber umso mehr mit den schön dunkel ausgefärbten Krügen. Diese werden ca. 4cm groß. Da Cephalotus follicularis zwei verschiedene Blattformen besitzt, werden zeitweise auch normale Laubblätter ausgebildet. Diese lassen sich prima als Blattstecklinge zur Vermehrung verwenden.  

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Cephalotus follicularis - Piepenbrinks unzerstörbar
Bei diesem Cephalotus handelt es sich um einen alten Klon aus dem Palmengarten in Frankfurt. Benannt ist er nach dem damaligen Gärtner Piepenbrink, dieser erzählte immer sein Cephalotus sei unzerstörbar. Also ein sehr robuster Klon. 

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Der Fangmechanismus und das Verbreitungsgebiet

Cephalotus follicularis produziert zwei verschiedene Blattformen, zum einen normale Laubblätter, die je nach Klon von 2-3cm bis hin zu 10cm reichen. Zum anderen die zu Fallgruben entwickelten Krugblätter. Im Normalfall sind diese ca. 3-5cm groß. Es gibt aber auch Giant Formen die bis zu 8cm große Krüge machen, diese wachsen aber extrem langsam und man benötigt viele Jahre Geduld bis die großen Krüge erscheinen.

Die Krüge liegen auf dem Boden auf und über Flügelleisten auf der Außenseite werden vor allem bodenbewohnende Insekten direkt an den Schlund heran geführt. Das geschieht vor allem über Duft und Nektarspuren. Der Schlund, das sogenannte Peristom (wie auch bei Nepenthes) ist extrem glatt und rutschig, die Beutetiere finden keinen Halt mehr und fallen in die Grube. Einmal gefangen kommen sie nicht mehr heraus und werden über Enzyme von der Pflanze verdaut.

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Cephalotus follicularis ersteckt sich nur über ein kleines Gebiet im südwestlichen Teil von West Australien, um die Stadt Walepole herum. Dabei besiedeln die Pflanzen feuchte, sandige Quellhänge an der Küste bis hin zu sauren Moorgebieten weiter im Landesinneren.


So solltest du Cephalotus optimal pflegen

Für die Pflege von Cephalotus follicularis solltest du einen sonnigen bis halbschattigen Platz auf der Süd- oder Westseite suchen. Der Zwergkrug mag es jedoch nicht zu heiß: Optimal sind ca. 25 °C. Bei zu hohen Temperaturen über 35 °C können die Blätter anfangen zu welken und die Pflanze einen tödlichen Hitzeschlag erleiden. Die Pflanze bevorzugt eine frische Brise im Freien oder eine leichte Schattierung in der heißen Mittagssonne. Etwas Sphagnum-Moos auf der Oberfläche wirkt durch die entstehende Verdunstungskühle ebenfalls positiv.

Auch Cephalotus darf nur mit Regenwasser gegossen werden und das Substrat muss ständig feucht gehalten werden. Im Gegensatz zu anderen Karnivoren mag es der Zwergkrug nicht ganz so nass. Es erfordert etwas Geschick, die richtige Feuchtigkeit im Substrat zu halten, da eine Anstaubewässerung das Substrat zu nass werden und die Wurzeln faulen lässt. Fülle deshalb immer nur so viel Wasser in den Untersetzter wie gleich komplett vom Substrat aufgenommen wird.

Als Substrat hat sich ein lockeres, sehr sandiges Gemisch auf Torfbasis bewährt. In Kultur sind die Fallen des Cephalotus follicularis keine sehr effektiven Beutefänger. Um den Zwergkrug optimal zu kultivieren, solltest du ihn daher gelegentlich leicht düngen. Perfekt eignet sich hierzu ein Langzeitdünger wie Osmocote. Alternativ kannst du ihm regelmäßig den einen oder anderen Mehlwurm verfüttern.

Der Cephalotus benötigt eine Winterruhe. Ideal sind dann Temperaturen von 5 bis 10 °C an einem sehr hellen Platz. Achte darauf, das Substrat des Zwergkrugs während der Winterruhe nur leicht feucht zu halten. Diese Pflege dankt der Cephalotus mit kräftiger Färbung: Gerade bei tiefen Temperaturen und intensivem Licht färben sich die Krüge und Blätter tiefrot, teilweise sogar fast schwarz aus.


So kannst du den Zwergkrug bestellen und vermehren

Die Zwergkrug-Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung oder über Blatt-Stecklinge. Wichtig ist darauf zu achten das die Blätter direkt an der Basis abgebrochen werden, denn nur so können daraus neue Pflanzen entstehen. Die Cephalotus Blätter dann einfach in feuchtes Substrat oder lebendes Sphagnum stecken und sehr hell aufstellen. Es kann durchaus einige Wochen bis hin zu Monaten dauern bis sich eine neue Pflanze zeigt. In dieser Zeit sollte man nicht ungeduldig werden und unnötig im Topf herum wühlen, denn die frischen Triebe und Wurzeln brechen extrem leicht ab und dadurch hätte man nichts gewonnen.

Zwar kannst du den Zwergkrug auch aus Samen ziehen, es erfordert aber jahrelange Geduld bis daraus eine größere Pflanze herangewachsen ist.

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